Der Blog für Marketing und Personal

Jetzt alles über Studentenmarketing, Employer Branding und Inbound Recruiting erfahren!

Sichere dir die neusten Tipps!

Subscribe to Email Updates

Featured Artikel

Letzte Artikel

Employer Branding für junge Leute – was diese 3 Unternehmen richtig machen

In den nächsten Jahren und Jahrzehnten nimmt die Zahl jüngerer Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt kontinuierlich ab. Gründe dafür sind geburtenschwache Jahrgänge und das vermehrte altersbedingte Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter. Unternehmen konkurrieren daher um die besten Talente – und müssen sich einiges einfallen lassen, um als Arbeitgeber attraktiv zu sein. In diesem Beitrag findest du drei Beispiele für gelungenes Employer Branding, die die Generation der Millennials perfekt ansprechen.

#1: Red Bull Stratos

Vom Energy-Drink-Produzenten zum Verlagshaus: Red Bull ist inzwischen zu einem regelrechten Medienimperium angewachsen. Das Unternehmen setzt dabei sehr konsequent auf Content Marketing, mit dem es immer wieder auf spektakuläre Weise Themen setzt – die von anderen Medien bereitwillig aufgegriffen werden. Bestes Beispiel: Der Sprung des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner 2012 aus der Stratosphäre, also aus fast 40 Kilometern über der Erde.

Vor allem mit dem Sponsoring oder der Ausrichtung eigener Sportevents ist die Marke Red Bull bei der Zielgruppe – Männer bis 40 Jahre – stets präsent. Dieses konsequente Branding lässt sich der Konzern einiges kosten, kann dadurch weitgehend auf klassische Formate wie TV-Spots verzichten.

#2: Netflix

Der Streaming-Dienst Netflix hat die Bedürfnisse und den Lifestyle der Generation Y perfekt erkannt und für sein Marketing genutzt: Die Millennials nutzen die sozialen Medien wie Facebook und Twitter intensiv, um Inhalte dort mit ihren Freunden und Bekannten zu teilen. Wie sorgt Netflix für dauerhaftes, langfristiges Engagement bei seiner Zielgruppe?

TV-Serien wie Game of Thrones werden wöchentlich ausgestrahlt. Das führt dazu, dass das Engagement am jeweiligen Ausstrahlungstag steigt. Netflix verfolgt eine andere Strategie und stellt bei Serienstart sofort alle Episoden einer Serie zur Verfügung – schließlich ist das Binge Watching bei der Zielgruppe sehr verbreitet, also das Gucken ganzer Serien am Stück. Netflix erhält zu Beginn ein extrem hohes Engagement, danach nimmt es deutlich ab. Um dem entgegenzuwirken, veröffentlicht Netflix nach ca. 30 Tagen weitere Informationen zur Serie, kündigt etwa eine weitere Staffel an oder verrät Details zu einzelnen Figuren der Serien.

Was sind die Take-Aways für dein Employer Branding? Bei einer großen Marketingkampagne sollten Unternehmen immer noch einige Inhalte für die kommenden Wochen aufheben und so dauerhaft für Gesprächsstoff sorgen. Außerdem, und mindestens genauso wichtig: Das Unternehmen hat einen einzigartigen humorvollen Ton für seine Social-Media-Posts gefunden. Vor allem kommuniziert Netflix auf positive, interessierte Weise mit seinen Kunden. Dieser Ton macht die Inhalte optimal teilbar und das Unternehmen baut konsequent ein positives Arbeitgeber-Image als nahbarer, guter „Kumpel” auf.

#3: WWF #LastSelfie

Die Kampagne „#LastSelfie” vom WWF ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man die Funktionalität eines sozialen Netzwerks perfekt mit der Kampagnen-Botschaft verbinden kann. Mit „#LastSelfie” will die Natur- und Umweltschutzorganisation auf bedrohte Tierarten aufmerksam machen. In der Kampagne veröffentlicht sie Bilder von Tieren auf Snapchat – die „timed message”-Funktion lässt Bilder nach einigen Sekunden verschwinden. Die Kampagne nutzte das bei den Millennials bekannte Format „Selfie” und regte die User dazu an, einen Screenshot des jeweiligen Bildes zu machen, diesen zu teilen oder einen Betrag per SMS zu spenden.

Die Kampagne übertraf alle Erwartungen: Innerhalb einer Woche posteten 40.000 Twitter-Nutzer Beiträge über die Kampagne, die von insgesamt 120 Millionen Twitter-Usern gesehen wurden – das sind etwa 50 Prozent aller aktiven Nutzer des Netzwerks! Das Spendenziel für einen Monat erreichte WWF in nur drei Tagen. Durch die Verbindung von Snapchat mit der Botschaft erreichte WWF die sonst nicht sehr spendenbereite junge Generation – und arbeitete gleichzeitig an seinem Image als moderner Arbeitgeber.

Klar: Nicht jedes Unternehmen verfügt über Marketing-Budgets, die mit denen der hier vorgestellten Marken vergleichbar sind. Dennoch lassen sich aus den Beispielen Lehren für das eigene Employer Branding mit Blick auf die Zielgruppe der Studenten bzw. Millennials ziehen: aufmerksamkeitsstarke Inhalte einsetzen, Social-Media-Gewohnheiten der Zielgruppe kennen und adaptieren und im Idealfall die Funktionalität einer Technologie clever mit dem Inhalt der Kampagne verbinden.

Eine Arbeitgebermarke bildet sich schon in jungen Jahren. Begeistere schon jetzt Studenten für deine Brand!

 

Thomas Kruggel

Strategie, Konzeption und Umsetzung: Thomas weiß stets, wo genau der Schuh drückt. Als Spezialist im Content Marketing fällt ihm das Schreiben von Texten leicht. Als studierter Ökonom sind Tests, Statistiken und Zahlen sein tägliches Brot. Daher erinnert er sich noch penibel genau an die Kosten seiner ersten Bravo Ausgabe.

Kostenloses_E-Book_Hochschulmarketing_Downloaden

Dein Kommentar:

Der ultimative Marketing Guide fuer kreative Werbung