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5 Mythen über die Generation Y

Um die Generation Y ranken sich viele Mythen. Sie beeinflussen sowohl das Studentenmarketing als auch Recruiting-Maßnahmen von Unternehmen. Zahlreiche Untersuchungen sind diesen Mythen auf der Spur. Stimmen sie tatsächlich? Und wenn nicht, wie verhalten sich die Millennials dann wirklich? In diesem Beitrag haben wir die fünf wichtigsten Mythen zusammengestellt und zeigen dir, was Sache ist.

Die Suche nach der Wahrheit

Als Generation Y oder Gen Y werden die Menschen bezeichnet, die zwischen 1980 und 2000 geboren sind. Da sie um die Jahrtausendwende leben, ist auch der Ausdruck „Millennials“ geläufig. Viele von ihnen sind als erste Generation mit den digitalen Medien aufgewachsen, daher der Begriff „Digital Natives“. Doch nicht jeder Millennial ist ein Digital Native, denn insbesondere in den frühen Jahren des Internets hatten vor allem ärmere Bevölkerungsschichten keinen Zugriff auf diese moderne Technologie. Zudem hat auch die Generation Z, also alle nach 2000 Geborenen, Digitale Natives hervorgebracht. Die Eigenschaften, die der Generation Y zugeschrieben werden, unterscheiden sich in der Fachliteratur. Trotzdem können wir einige in den Medien kursierende Mythen aufklären.

Mythos #1: Millennials sind digital affin

Es stimmt, die Generation Y verhält sich sehr selbstbewusst im Umgang mit digitalen Medien. Eine Studie des PEW Research Centers hat jedoch ein geteiltes Bild ergeben: Die Millennials beherrschen zwar die gängigen Tools wie Wikis, die erweiterte Suchfunktion oder Hashtags. Sie haben aber wenig Wissen über die zugrunde liegenden Strukturen. Darüber hinaus ist Gen Y mit Google groß geworden. Die sehr einfache Benutzerführung der Suchmaschine wünschen sie sich auch von anderen Webseiten. Das führt teilweise zu unrealistischen Erwartungen an die Usability. Ihre Interaktion im Netz ist zudem schnelllebiger: Sie lesen weniger und machen dadurch eher Fehler. Das heißt, sie nehmen sich nicht unbedingt die Zeit, den Bereich auf einer Website zu finden, den sie wirklich suchen. Wer denkt, dass die Generation Y die sozialen Netzwerke am intensivsten nutzen, der irrt. Die Generation X, alle zwischen 1960 und 1980 Geborenen, verbringt weitaus mehr Zeit auf Facebook und Co.

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Mythos #2: Die Generation Y hat Unternehmergeist

Eine weit verbreitete Idee über die Millennials betrifft ihr Verlangen nach Autonomie. Das stimmt nur zum Teil. 89 Prozent wünschen sich Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, wie die Studie „Generation Y – Das Selbstverständnis der Manager von morgen“ des Zukunftsinstituts ergab. Aber Führungspositionen, in denen sie diese Eigenschaften ausleben können, streben nur 13 Prozent der Generation Y an. Noch weniger wollen ihr eigenes Unternehmen gründen. Als Grund dafür nennen sie oftmals fehlende finanzielle Mittel. Dafür bevorzugt ein Drittel der Gen Y ein Arbeitsumfeld mit tollen Kollegen.

Mythos #3: Arbeit und Freizeit gehören zusammen

Wenn die Millennials in ihrer Arbeit einen Sinn sehen, sind sie auch bereit, Überstunden zu machen und nach Feierabend ihre E-Mails zu checken – so der Mythos. In Wahrheit haben viele junge Menschen Angst davor, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Deshalb kürzen sie ihre rare Freizeit für den Job. Mehr als zwei Drittel in dieser Generation wünschen sich eine klare Trennung zwischen Arbeit und Vergnügen, wie das Zukunftsinstitut in seiner Studie herausfand. Sie erwarten zudem alternative Arbeitsmodelle, die deutlich flexibler sind.

Mythos #4: Die Gen Y ist materialistisch geprägt

Dieser Mythos freut alle Marketingverantwortlichen. Doch die Realität sieht anders aus: Mit zunehmendem Alter überdenkt die Generation Y ihr Konsumverhalten. Sie gibt weniger aus und bildet früher Rücklagen für langfristige Investitionen und die Altersvorsorge. Kein Wunder: Die Arbeitswelt der Millennials ist wie keine andere von Minijobs, Leiharbeit und befristeten Verträgen geprägt. Die häufigen Jobwechsel, die sich im Lebenslauf abzeichnen, haben eher mit Notwendigkeit als freier Wahl zu tun. Für viele Angehörige der Gen Y steht im Vordergrund, zunächst einen Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Der Wunsch nach Familie oder einem Eigenheim bleibt bei vielen ein Traum, da die finanzielle und soziale Sicherheit fehlt.

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Mythos #5: Millennials sind sozial weniger kompetent

Dieser Mythos ist etwas scharf formuliert. Er entstand aus der Angst der älteren Generationen, dass ihre Kinder vor Smartphone, Tablet und Co. sozial verkümmern. Die Studie des PEW Research Centers konnte dieses Gerücht allerdings entkräften: Junge Erwachsene schreiben zwar mehr Kurznachrichten als ihre Eltern, die Anzahl der Telefonate war dagegen gleich hoch. WhatsApp und Co. ersetzen das persönliche Gespräch nicht, sondern ergänzen es. Die Befragten dieser Untersuchung bitten ebenso gern andere Menschen um Hilfe. Wenn sie ein Problem nicht lösen können, rufen sie jemanden an. Was aber stimmt: Der Gen Y fehlt es an bestimmten grundlegenden Fähigkeiten, etwa wie sie Wäsche waschen, das Auto reparieren oder eine Straßenkarte lesen. Viele junge Leute wohnen länger zu Hause, wo die Eltern diese Aufgaben lange Zeit übernehmen.

Solche Fakten über die Millennials helfen, die Trends innerhalb einer Generation zu verstehen. Dabei ist fraglich, inwieweit dieser Generationsbegriff zielführend ist. Einige Fachleute betrachten etwa den Begriff „Gen Y“ an sich als Mythos. Wenn es um die Suche nach talentierten Kandidaten geht, spielt über Generalisierungen hinaus deren individuelle Persönlichkeit eine viel größere Rolle. 

Thi Nguyen

Schnell wie der Wind flitzt Thi über die Flure des Büros, permanent auf der Suche nach frischem Obst und neuen Themen über Marketinglösungen. Wenn es um das Thema Snapchat Stories geht, könnte Snapchat selbst noch von ihr über die richtige Anwendung lernen.

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