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Soziale Netzwerke im Überblick: Vor- und Nachteile für das Studentenmarketing

Für heutige Studenten ist es selbstverständlich, in einem oder mehreren sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Schließlich ist die überwiegende Mehrheit von ihnen mit dem Internet aufgewachsen. Allerdings unterscheiden sich die Plattformen darin, wie sie von den Studenten genutzt werden – und dementsprechend bergen die Kanäle auch für Unternehmen unterschiedliche Vorteile bei der Ansprache von jungen Akademikern. Im Folgenden findest du die wichtigsten Aspekte im Überblick.

Welche Inhalte für welchen Kanal?

Der Befund ist eindeutig: 96 Prozent der unter 30-Jährigen sind in mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. 94 Prozent geben an, dort auch aktiv zu sein. Doch wie nutzen die Studenten die jeweilige Plattform? Und mit welchen Inhalten erreichen Unternehmen diese Zielgruppe auf welchem Kanal am besten?

1. WhatsApp

whatsapp.pngMehr als 1 Milliarde Nutzer zählte WhatsApp Anfang 2016 – der Messenger-Dienst gehört inzwischen zu Facebook und ist eines der meistgenutzten Netzwerke überhaupt – nicht nur, aber auch bei Studenten. Allein deshalb ist WhatsApp mit Funktionen wie Broadcast als Kommunikationskanal für Unternehmen interessant: Newsletter-Versand, Support und Community Management gehören zu den häufigsten Nutzungen. Unternehmen sollten hier aber auf Double-Opt-In und unkomplizierte Opt-Out-Möglichkeiten achten. Sonst ist der große Vorteil der direkten Interaktionsmöglichkeit schnell verspielt.

2. Facebook

Die absolute Nummer 1 auch bei Studenten. Zu beobachten ist allerdings, dass die Jüngeren bei Facebook facebook-3.pnglängst nicht mehr so aktiv sind wie noch vor einigen Jahren. Dennoch: An Facebook führt aufgrund der hohen Nutzerzahlen kein Weg vorbei. Auch längere Texte oder fürs Smartphone optimierte Anzeigen gehören inzwischen zu den Standardinhalten. Die größten Chancen verdanken sich der Vielfalt der Werbeformate und Targeting-Möglichkeiten, mit denen sich Zielgruppen sehr genau definieren lassen.

Weiterhin erfreuen sich gerade Studierende an der Gruppenfunktion. Fast in jedem Studiengang werden diese aktiv für einen Austausch zur Prüfungs- oder Klausurvorbereitung genutzt. Die Vorteile sind eindeutig: Ein schnell, unkomplizierter Austausch und eine sofortige Nutzung von Schwarmwissen. Als einfacher Kommunikationskanal zum Austausch mit Kommilitonen, fast unschlagbar.

3. Instagram

instagram.png

Thematisch gibt es bei Instagram kaum Grenzen. Der Dienst lebt von hochwertigen Bildern. Diese dienen inzwischen häufig als Einstieg in einen längeren Text in der Bildunterschrift. So können Unternehmen auch komplexere Inhalte oder kleine Serien für die Zielgruppe über den Kanal ausspielen. Studenten posten dort z. B. Bilder von Reisen, geben Beauty-Tipps oder stellen Fitness-Programme vor.

Manche Accounts erreichen damit zahlreiche Abonnenten. Vor allem bei Nutzern zwischen 16 und 34 Jahren ist Instagram sehr beliebt, die Interaktionsrate ist deutlich höher als bei anderen Social-Media-Diensten. Ein weiterer Vorteil: Wer einen Kanal abonniert, bekommt alle Posts zu sehen - eine Filterung wie etwa bei Facebook findet bei Instagram nicht statt. Daher hast du echte Chancen deine Reichweite zu erhöhen.

4. Snapchat

Lustige Aufnahmen von Freunden oder Prominenten, die nur ein bis zehn Sekunden sichtbar sind – Snapchat lebt vom Live-Charakter der Bilder oder Storys. Allerdings löschen sich die Bilder nach kurzer Zeit snapchat.pngwieder (es sei denn, der Empfänger macht einen Screenshot). Das sollten Unternehmen bedenken, wenn sie Snapchat für ihr Social Media Marketing in Erwägung ziehen. Diese Schnelllebigkeit von Snapchat erfordert von Unternehmen, dass sie regelmäßig fesselnde Inhalte bieten. Einmalige Aktionen dürften kaum nachhaltigen Nutzen haben.

5. YouTube

youtube.pngAuf der Videoplattform finden Nutzer Videos zu wirklich allen Themen – ob Tutorials, Schmink-Tipps, längere Dokumentationen, Comedy-Sendungen oder Musikvideos. Die Zahl der aktiven Nutzer in Deutschland liegt bei etwa 6 Millionen - Tendenz immer noch steigend. Das birgt den klaren Vorteil, dass Unternehmen mit einem eigenen Account sehr viele Menschen erreichen können. Nachteil: Angesichts der hohen Kanal-Dichte ist es nicht leicht, sich von der Konkurrenz abzuheben. Ein smarter Ausweg kann hier sein, YouTuber mit vielen Abonnenten als Influencer für die eigene Zielgruppe zu gewinnen. Das ist allerdings nur überzeugend, wenn Unternehmensimage und Influencer gut miteinander harmonieren.

6. Twitter

Der Microblogging-Dienst kann für Unternehmen, die Studenten erreichen wollen, sehr interessant sein.twitter.png Denn die Nutzer haben meist ein höheres Bildungs- und Einkommensniveau, 35 Prozent der Nutzer in Deutschland sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Eher nachrichtliche Inhalte aus der Wissenschaft oder Informationen zum Berufseinstieg dürften hier gut funktionieren, um die Erwartungen der Zielgruppe zu erfüllen.

7. Pinterest

pinterest.pngPinterest hat in Deutschland etwa 2,5 Millionen aktive Nutzer, die Hobbys, Interessen oder Einkaufstipps an virtuelle Pinnwände heften und sich darüber austauschen. Die Besucherzahlen sind zwar längst nicht so groß wie die der Social Media Konkurrenz. Doch die Nutzer scheinen überdurchschnittlich kaufwillig zu sein. Das macht Pinterest zum Beispiel geeignet für Unternehmen, die einen zusätzlichen Vertriebsweg für ihre Produkte suchen. Recruiting via Pinterest ist nicht sehr verbreitet. Aber: Da bei Pinterest das Visuelle im Vordergrund steht, eignet es sich durchaus für gezieltes Employer Branding.

8. Tumblr

Tumblr setzt auf eine Mischung aus Netzwerk und Blogging-Plattform. Die meisten Nutzer sind zwischen 18 und 29 Jahre alt. Längere Texte sieht man bei Tumblr eher selten. Doch es gibt einige beeindruckende tumblr.pngBeispiele, wie Unternehmen den Dienst erfolgreich für Bilder oder als Schnittstelle für ihre verschiedenen Social-Media-Kanäle nutzen.

Verwende maßgeschneiderte Inhalte, um die Vor- und Nachteile der jeweiligen Social-Media-Plattform effektiv für dein Hochschulmarketing zu nutzen.

Thomas Kruggel

Strategie, Konzeption und Umsetzung: Thomas weiß stets, wo genau der Schuh drückt. Als Spezialist im Content Marketing fällt ihm das Schreiben von Texten leicht. Als studierter Ökonom sind Tests, Statistiken und Zahlen sein tägliches Brot. Daher erinnert er sich noch penibel genau an die Kosten seiner ersten Bravo Ausgabe.

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